Montag, 30. November 2009

Mal wieder Heizung

Momentan läuft alles wie am Schnürchen und so ist man guter Hoffnung, dass wir unser Haus noch in diesem Jahr mit vollständigem Innenputz bewundern können.

Haben wir uns so gedacht!

Unser Heizungsmonteur versucht uns momentan mit Aussagen wie "Sie kriegen die Heizung auf jeden Fall noch im Dezember montiert" in den Wahnsinn zu treiben. Denn der Dezember steht vor der Tür und damit bleiben abzüglich Weihnachten nur noch 3 Wochen um die Innenräume auf den Putz vorzubereiten.

Während es also bei Elektro und Sanitär so aussieht als wäre das machbar, steht zum einen das Heizungsmaterial blöd im Weg herum, der Pufferspeicher blockiert mit seinen 300kg den Flur und die Leitungsschächte liegen offen und unverkleidet vor uns da dort ja eben noch ein paar Heizungsrohre, Solarleitungen und ähnliches fehlen.

So herrscht also momentan eine gereizte Stimmung die zu kippen droht. Insbesondere, da Beschwerdemails (wg. Anlieferung der Heizungsteile) von der Firma ZWS komplett ignoriert werden.

Hätten wir noch die Wahl, diese Firma würden wir nicht mehr beauftragen.

Von wegen Referenzkunde und so weiter. Eine Vorzugsbehandlung sollte sich anders anfühlen!

Aber wie immer gibt es auch positives vom letzten Freitag zu berichten. Wir haben uns erfolgreich durch den Sanitärdschungel gekämpft und inzwischen unsere Badausstattung ausgesucht. Das freut doch!

Außerdem ist unser Häuschen seit gestern kein Feuchtbiotop mehr. Drei motivierte Arbeiter (nämlich das Bauherrenpaar plus Schwester - Danke schön nochmal!), 1 Stunde Zeit, 2 Eimer, Dreckschaufeln und ein Besen und die letzten Pfützen gehören der Vergangenheit an.

Jippi!

Donnerstag, 26. November 2009

Ameisenhaufen (Tag 98)

Es wuselt im Haus und die Räume erscheinen gerade kleiner als sie sind durch die vielen Leute.

In den Bädern (hört sich dekadenter an als es ist: Duschbad EG und Hauptbad OG) werden fleißig die Ständerwände für die Toiletten aufgestellt. Im Hauptbad erfüllen die Wände darüberhinaus noch Raumteilerfunktion.

Dabei kam es durch Planungsänderungen ganz zu Beginn unseres Vorhaben zu kleineren Platzproblemen. Ich hatte mir vorgestellt eine Raum-in-Raum Situation zu schaffen um so Toilette und Dusche dem direkten Blickfeld zu entziehen.
Irgendwann hatten wir dann das ganze Haus etwas geschrumpft und so wurde aus 3m Badtiefe 2,7m. Blöd dass die Ständerwand mit denselben Maßen blieb. Ergebnis ist nun, dass unsere Toilettennische nun statt 1,60m x 0,9m nur noch 1,3m Länge auf 90cm Breite zu bieten hat. Bedeutet, dass wer auch immer auf der Schüssel sitzt demnächst die Wand anstarrt.

Man muss es also einfach mit Humor nehmen. Sollte es vorkommen dass ein Hausbewohner dem Genuss von allzuviel Alkohol fröhnt und mit umnebelten Geist das Badezimmer aufsucht so kann er wenigstens nicht vom Klo fallen.

Parallel zu unserem Toilettengefängnis wurde gestern auf dem Dach kräftig gehämmert. Das Wetter war gnädig und bei Sonnenschein und einigen Wölkchen ist es passiert:

DAS DACH IST DICHT! ENDLICH!

Also am Wochenende nochmal hinfahren und die restlichen Pfützen in den Räumen beseitigen bevor sie komplett in den Beton einziehen und dann stehen wir endlich im Trockenen. Schön!

Der Elektriker freut sich darüber sicherlich auch, denn überall im Haus verteilt sieht man schon Steckdosenlöcher und Kabelschlitze. Ich sag es ja, es geht in windeseile voran.

Somit kann nächste Woche dann auch der sperrige Pufferspeicher und ein guter Teil Material aus Flur und Wohnzimmer verschwinden. Da das Haus trocken ist, wird nun die Heizung eingebaut und die Solarpaneele werden auf dem Dach montiert.

Nachdem dann noch ausgesagt wurde, dass nächste Woche die Hausanschlüsse montiert werden da auf dem Schlammplatz vorm Haus möglichst noch in diesem Jahr die Straße gepflastert werden soll bin ich momentan total verwirrt: Es läuft!

Also alle Daumen drücken, dass es auch schön weiterläuft denn mein höchstes Ziel für dieses Jahr ist es Mitte Dezember den Innenputz zu schaffen damit wir über den Jahreswechsel unsere Fußbodenheizung verlegen können.

In diesem Sinne noch ein paar Eindrücke:

Dachdecker bei der Arbeit


Unsere schicken Alu Fensterbänke


Endlich läuft das Wasser außen ab und nicht innen

Freitag, 20. November 2009

Bewegte Zeiten (Tag 86-94)

Dann will ich mich mal bei der Leserschaft für das unregelmäßige Update entschuldigen.

Haus plus Job und Hobby (ich gehe wieder reiten) fordern inzwischen ihren Tribut und so bleibt immer weniger Zeit in der man gern einen neuen Blogeintrag verfasst.

Zusätzlich ist zu sagen, dass mit steigendem Ärgernis über Versäumnisse oder Verschleppung von Arbeiten am Haus das Mitteilungsbedürfnis sinkt und die Resignation steigt.

Nichtsdestotrotz gibt es jetzt das langeerstehnte Update vom Bau. Wo soll ich anfangen...

In der letzten Woche hatte es weiterhin kräftig geregnet, sodass durch das fehlende Dach und die freigelegten Dachausschnitte weiterhin fleißig das Wasser den Weg in den Keller fand.
Denselbigen haben meine Mutter und ich in mühevoller Kleinstarbeit leergepumpt und freigeschaufelt von Morast und Bauschutt. Im Zuge der Arbeiten mussten wir eine Tauchpumpe opfern die jedoch nach erfolgreichem operativen Eingriff seitens meines Vaters inzwischen wieder auf dem Wege der Besserung ist.
Kurz: sie funktioniert wieder.
Noch nicht ganz funktioniert derweil mein Rücken, ich bin derzeit durch das Schaufeln mit einem netten Muskelkater bedacht.

Abseits davon gibt es auch positives zu berichten. Nach 5 tägiger Verzögerung wurde endlich der Kamin gesetzt. (jetzt läuft nur noch halb so viel Wasser durch den Deckendurchbruch) Außerdem sind die Heizungsteile geliefert und wir haben eine Bautür erhalten die dafür sorgen soll dass das Material vorerst bleibt wo es ist.

An dieser Stelle möchte ich den Lieferanten lobend erwähnen: Die beiden Fahrer haben uns nichts zum Tragen übrig gelassen sondern alles feinsäuberlich im Wohnzimmer gestapelt.

An dieser nächsten Stelle möchte ich nicht lobend die Spedition erwähnen die ein fehlendes Teil nachgeliefert hat. Ein Fahrer mit Migrationshintergrund mittleren Alters hat sein bruchstückhaftes Deutsch durch mangelnde Höflichkeit wettgemacht und für eine mittlere Schreiorgie seitens Carsten gesorgt. Ich glaube der letzte Satz war etwas wie: "Jetzt hau halt ab" (Carsten) So etwas habe ich auch schon lange nicht mehr erlebt.

Um den weiteren Fortgang am Bau zu sichern, haben wir inzwischen mit dem Elektriker alle offenen Fragen bzgl. Hausverkabelung geklärt und ich habe ein Sanitärunternehmen mit der Verlegung sämtlicher Wasser- und Abwasserleitungen im Haus beauftragt. Außerdem bemüht sich das Bauunternehmen im Moment erfolgreich unseren nicht vorhandenen Garten in eine Hügellandschaft zu verwandeln: Die Abwasserringleitung ums Haus wird gerade fertiggestellt und der Bagger hat eingeschlagen wie eine Bombe.

Wer sich fragt was inzwischen aus unserem Dach wurde...es steht seit vorgestern in unserem Schlafzimmer. Zumindest die Dämmung. Bei strahlendem Sonnenschein wird derweil der Nachbarbau (der übrigens trocken blieb das die Deckendurchbrüche verschlossen waren) unserem Haus vorgezogen und Regenfest gemacht. Ich bin gelinde gesagt etwas angepieselt. Aussage des Architekten: Macht alles nix, bis Mitte nächster Woche ist Ihr Dach dicht.

Nun denn...um für den nötigen Druck zu sorgen habe ich dann auch direkt mal einen Termin mit dem Heizungsmonteur vereinbart. In der ersten Dezemberwoche kommt der momentan im Flur herumstehende Riesenpufferspeicher in den Keller und die Solarleitungen werden aufs Dach verlegt.

Somit wird es ab nächster Woche eng in unserem Haus. Ab dann teilen sich Elektriker, Sanitärleute, Dachdecker und später dann auch der Heizungsbauer 160qm. Viel Glück dabei!

Und bevor ich es vergesse noch etwas ganz Wichtiges: Wir haben eine Küche bestellt!! Ich bin hin und weg...naja vom Preis bin ich mehr weg als hin. Aber ich habe mein 80cm Induktionskochfeld bekommen. Jippie! Wenn ich mir die Küchenplane so anschaue werde ich schon wieder wehmütig. Ach wären wir doch schon so weit!

Und damit es noch ein paar Eindrücke aus dem Feuchtbiotop gibt, hier aktuelle Fotos:

Die Fenster sind da und auch meine jetzt schon geliebte Schiebetür:


Überall steht Wasser (hier sogar verhältnismäßig wenig)


Die schönen Fenster von außen (da sind sie übrigens hellgrau - sehr schick)


Das Teilelager in der Küche


Ein Schlafzimmer voller Dämmmaterial


Wasser auch im OG


Und endlich: Der Kamin

Montag, 9. November 2009

Es blutet das Herz... (Tag 85)

...wenn man das Haus betritt.

Da es zurzeit zwar wenig, dafür aber durchgängig regnet, hat sich unser Haus in eine Tropfsteinhöhle verwandelt. Der Gund dafür ist die fehlende Dachabdichtung. Zwar ist seit über 4 Wochen eine Decke auf dem Obergeschoss, allerdings haben sich seitdem noch keine Dachdecker blicken lassen und das rächt sich inzwischen bitter.

Wie bei anderen Gewerken auch, muss man jedoch anmerken, dass dies keinesfalls die Fehler der Handwerker sind, sondern die mehr als mangelhaften Planungsfähigkeiten unseres Architekten Schrägstrich Bauleiters.

Nun hat uns der Herbst also doch noch eingeholt und all das Glück der vergangenen Monate wird mit dem Regen in den Keller gespült der inzwischen nicht mehr ohne Gummistiefel begehbar ist. Swimmingpool gefällig? Bitte sehr.

Dabei gibt es doch eigentlich genügend Grund positiv gestimmt zu sein. Heute sind beispielsweise die ersten Fenster eingebaut worden und bis Ende der Woche sollen wir komplett verglast sein. Außerdem habe ich mich mit dem Elektriker getroffen und Ende nächster Woche werden die Stromleitungen gezogen. Auf meine Frage wieviel Zeit das wohl in Anspruch nehmen wird, entgegnete er mir, dass er dafür nur eine Woche bräuchte. Perfekt!

Zum dritten soll(te) nächste Woche auch unsere Heizung eintreffen und verbaut werden. Tja, sollte: Denn in den überfluteten Keller können wir auf keinen Fall Material stellen.

Und unsere Problemtür im Obergeschoss? Auch diese wurde in der letzten Woche endlich versetzt.

Es könnte so gut laufen...wären da nicht die Sturzbäche vom Dach. Somit schwindet die Hoffnung auf Innenputz und Estrich vor den Feiertagen.

Und überhaupt: Holt uns jetzt der Winter ein und es gibt Minusgrade im Haus kann weder verputzt noch Estrich gegossen werden. Sei es nun noch 2009 oder schon 2010.

Dienstag, 3. November 2009

Zwischenstand (Tag 81)

Es sind einige Wochen ins Land gegangen seit meinem letzten Blogeintrag. Leider kann man nicht behaupten, dass diese Wochen unserem Haus was den Baufortschritt angeht gut bekommen sind.

Außer der Tatsache, dass die Treppenbauer in der Zwischenzeit unsere Stahltreppe montiert haben und wir nicht mehr über Leitern die verschiedenen Geschosse erreichen, gibt es leider nicht viel zu vermelden.

Okay, die Stützstreben sind inzwischen weg und die Räume wirken dadurch schon wieder ein Stückchen größer...abgesehen davon ärgere ich mich im Moment einfach nur aber die lasche Organisation der kommenden Arbeitsschritte.

Nachdem ich mehrmals versucht habe unseren Architekten zu erreichen, hatte ich es gestern doch tatsächlich geschafft einen schlecht gelaunten Herrn am Ohr zu haben. Der wies natürlich mal wieder alles von sich und gab an es liefe doch prächtig.

Auf die Nachfrage wann wir denn beispielsweise mit dem Elektriker reden könnten zwecks Steckdosenverteilung, kam von ihm nur der Hinweis auf dessen Telefonnummer. Wir könnten das ja selbst mit ihm klären. Äh! Okay! Ja klar kann ich das...aber ist er nicht Bauleiter und für den Fortgang zuständig? Vermutlich zu laienhaft gedacht.

Das einzig Positive daran ist, dass wir bislang durch direkten Handwerkerkontakt die wenigsten Probleme hatten. Man war stets zuvorkommend, zuverlässig und wir wurden bei Rückfragen auch prompt angerufen.

Um trotzdem ein paar Eindrücke aus unserer Bauruine zu geben hier einige Fotos:

Flur im OG


Unsere Stahltreppe (da kommt noch eine Trennwand vor die Treppe für die Garderobe)


Ein dreckiges, aber stützenfreies Wohnzimmer